auszeit,
wilderness, vision-quest
10 tage in den bergen der südlichen toscana
juli
2002
ich
war auf urlaub.
ich war in der toscana.
ich war an einem besonderen ort:
"podere albe" beim monte labro zwischen grosetto (am mittelmeer)
und arcidosso, südlich von siena, in einem kleinen bergtal der
südlichen toscana auf 1000 meter seehöhe über dem meer.
10 tage auszeit.
10 tage wilderness.
10 tage visionssuche.
10 tage "vision quest" wie´s schon die indianer vor
hunderten jahren gemacht haben.
nichts tun als nach innen schaun.
QI GONG in der früh,
ausgiebig frühstücken,
über die "4 schilde" (
www.wilderness.at
) lernen,
gut mittag essen,
natur erkunden danach und viel über mich selbst erfahren!

das
system der 4 schilde,
wie es auch die indianer nordamerikas kennen
3
nächte und zwei tage ohne essen im freien verbracht,
die erste nacht noch gemeinsam mit 8 anderen am feuer,
dann 48 stunden ganz allein
nur mit schlafsack, isomatte und wasserflaschen versorgt
an einem platz sitzen und sehen was kommt.
was
kommt von innen hoch?
was kommt von aussen zu besuch?
wildschweine in der nacht die das unterholz und buschwerk durchkämmen,
eine schlange die ihre höhle neben meinem kopf in dem baum unter
dem ich schlafe hat,
ein stachelschwein dass im mondlicht aussieht wie ein irokese,
fledermäuse die mich ab 3 in der früh umflattern und verhindern,
dass ich beim meditieren einschlaf, mäuse die durch´s laub
rascheln, .......

"mein
platz" wo ich 2 tage und 2 nächte verbracht habe,
knorrige bäume, vom moos überwucherte felsen, dazwischen
viele dunkle spalten, höhlen, nieschen, löcher, ... dunkelheit
.......und nach 2 tagen endlich die "erlösung",
die sonne geht auf und ich verlass den wald!
da oben war´s in der nacht ganz schön kalt!
bei 15°C mit leerem magen stundenlang auf einen vom moos überwucherten
steingarten mit knorrigen alten bäumen und gespenstisch langen
schatten, die das mondlicht wirft, zu starren macht ganz schön
hungrig und bewegt dich innerlich bis in die letzte körperzelle!
dann noch ein paar tage nachwirken lassen, mit den anderen die erfahrungen
teilen, wieder ausgiebig essen, tanzen, philosofieren, .........und
langsam heimkommen!
ganz bin ich ohnehin noch nicht da!
hab alle meine dunklen seiten kennengelernt und meine ängste
im wald zurückgelassen.
bin als erwachsener mann zurück gekommen.
war froh wieder menschen zu sehen nach 2 tagen und 2 nächten
wieder am feuerplatz vereint wo wir uns 3 nächte davor noch gegenseitig
mut zugesprochen haben.
bin froh, wieder in einem bett zu schlafen, -mit einer "echten"
matratze ;-)
*uffff*